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Geschätzte Lesedauer: 18 Minuten

Viele Menschen leiden unter Schweiß­fü­ßen – ständig schwit­zen­de Füße in geschlos­se­nen Schuhen und der daraus entste­hen­de Fußge­ruch sind nicht nur unange­nehm, sondern können auch Fußpilz begünstigen.

Spezi­el­le Einle­ge­soh­len gegen Schweiß­fü­ße (sogenann­te Anti-Schweiß-Einla­gen) verspre­chen Abhil­fe: Sie sollen den Schweiß aufsau­gen, für Belüf­tung sorgen und geruchs­bil­den­de Bakte­ri­en hemmen.

Anti‑Schweiß‑Einlegesohlen aus Materia­li­en wie Zedern­holz, Aktiv­koh­le oder Zimt schaf­fen ein deutlich angeneh­me­res Fußkli­ma: Sie absor­bie­ren Feuch­tig­keit, hemmen geruchs­bil­den­de Bakte­ri­en und lassen die Füße länger trocken bleiben.

Sanya Miller

ang. Podolo­gin, Podolo­gie Ostalb

Doch welche Einle­ge­soh­le hilft wirklich am besten?

In diesem umfang­rei­chen Artikel erfah­ren Sie, welche Materia­li­en und Sohlen­ar­ten es gibt, wie sie wirken und worauf Sie bei der Auswahl achten sollten – damit nasse, riechen­de Schuhe bald der Vergan­gen­heit angehören.

Das Wichtigs­te auf einen Blick

  • Ursache: In geschlos­se­nen Schuhen entsteht ein feucht-warmes Klima, das Bakte­ri­en­wachs­tum fördert – das führt zu Fußschweiß und Geruch.
  • Lösung: Spezi­el­le Einle­ge­soh­len (z. B. mit Zedern­holz, Zimt oder Aktiv­koh­le) nehmen Schweiß auf und töten geruchs­bil­den­de Bakte­ri­en ab.
  • Effekt: Zedern­holz-Einle­ge­soh­len gelten als beson­ders wirksam gegen Schweiß­fü­ße, da sie Feuch­tig­keit stark absor­bie­ren und antibak­te­ri­ell wirken.
  • Materi­al: Auch Leder­ein­la­gen und hauch­dün­ne Aktiv­koh­le-Latex­soh­len verbes­sern das Schuh­kli­ma – sie sind atmungs­ak­tiv und verhin­dern schnel­le Geruchsbildung.
  • Pflege: Einla­gen regel­mä­ßig trock­nen, reini­gen oder erneu­ern. Bei sehr starkem Fußschweiß kann ergän­zend ein Fuß-Antitran­spi­rant sinnvoll sein.

Ursachen und Folgen von Schweißfüßen

Jeder Mensch schwitzt an den Füßen – die Fußsoh­len besit­zen beson­ders viele Schweiß­drü­sen (ca. 500 pro cm²) und können in geschlos­se­nen Schuhen beträcht­lich viel Feuch­tig­keit absondern.

Entste­hung

Schweiß­fü­ße entste­hen vor allem, wenn die Füße länge­re Zeit in luftun­durch­läs­si­gen Schuhen oder Socken einge­schlos­sen sind. Es bildet sich eine regel­rech­te „feuch­te Kammer“ am Fuß, in der sich Schweiß ansammelt.

Das allein wäre noch kein Problem, doch die Feuch­tig­keit und Wärme bieten ideale Bedin­gun­gen für Bakte­ri­en und Pilze. Diese Mikro­or­ga­nis­men zerset­zen die hornhautrei­che Haut und den Schweiß und produ­zie­ren dabei übelrie­chen­de Abbau­pro­duk­te (z. B. Isova­le­ri­an­säu­re, bekannt als Ursache des typischen „Käsefuß“-Geruchs).

Folgen

Die Folgen sind starker Fußge­ruch und oft auch aufge­weich­te Haut an den Füßen. Neben dem Geruch können Schweiß­fü­ße auch die Schuh­hy­gie­ne beein­träch­ti­gen: Feuch­te, von Bakte­ri­en besie­del­te Schuhe begin­nen innen zu riechen und verschlei­ßen schneller.

Achtung

Dauer­haf­te Feuch­tig­keit kann zu Hautpro­ble­men führen – von aufge­quol­le­ner Hornhaut bis hin zu Fußpilz­in­fek­tio­nen zwischen den Zehen. Wer unter sehr starkem Fußschwit­zen (medizi­nisch Hyper­hi­dro­sis pedis) leidet, empfin­det dies oft als belas­tend im Alltag.

Um die „feuch­te Plage“ in den Griff zu bekom­men, sind neben allge­mei­ner Fußhy­gie­ne vor allem geeig­ne­te Hilfs­mit­tel gefragt – hier kommen die Einle­ge­soh­len gegen Schweiß ins Spiel.

Bild #1: Einla­gen von einem Orthopäden

Wie helfen Einle­ge­soh­len gegen Schweißfüße?

Anti-Schweiß-Einle­ge­soh­len sind spezi­el­le Schuh­ein­la­gen, die entwi­ckelt wurden, um das Schuh­kli­ma trocken und frisch zu halten. Ihr Wirkprin­zip beruht im Wesent­li­chen auf zwei Fakto­ren: Feuch­tig­keits­auf­nah­me und Geruchs­neu­tra­li­sa­ti­on.

Wirkung

Durch saugfä­hi­ge Materia­li­en nehmen diese Einla­gen den Schweiß auf, bevor er sich im Schuh ansam­melt. So bleibt der Fuß trocke­ner und das Entste­hen der feuch­ten Kammer wird verhindert.

Viele der Einla­gen sind mehrschich­tig aufge­baut: Die obers­te Schicht leitet die Feuch­tig­keit schnell von der Fußsoh­le weg, darun­ter liegen­de Absorp­ti­ons­schich­ten – etwa ein Aktiv­koh­le-Kern oder saugfä­hi­ge Natur­fa­sern – binden den Schweiß dauerhaft.

Dadurch bleibt der Schweiß in der Sohle einge­schlos­sen und wird nicht wieder an die Umgebung abgege­ben. Zugleich enthal­ten Einle­ge­soh­len gegen Schweiß­fü­ße oft antibak­te­ri­el­le oder geruchs­bin­den­de Zusät­ze. Beispie­le sind Aktiv­koh­le, die Geruchs­mo­le­kü­le filtert, oder ätheri­sche Öle (etwa aus Zimt oder Zedern­holz), die Bakte­ri­en und Pilze abtöten.

Einige Model­le setzen auch auf Silber­io­nen oder Kupfer­fa­sern, da diese Metal­le von Natur aus keimhem­mend wirken. Durch die Reduzie­rung von Feuch­tig­keit und Bakte­ri­en wird unange­neh­mer Geruch deutlich verringert.

Die Schuhe bleiben länger frisch, denn die Einle­ge­soh­len fungie­ren als austausch­ba­rer Puffer: Man kann sie zum Lüften heraus­neh­men oder reini­gen, was mit fest verbau­ten Schuh­soh­len oft nicht möglich ist. So sorgen z. B. wasch­ba­re Einle­ge­soh­len dafür, dass man immer wieder für neue Frische im Schuh­in­ne­ren sorgen kann.

Ursache für Schweiß­fü­ßeWirkung spezia­li­sier­ter Einlegesohlen
Feuch­tig­keit durch BakterienwachstumMateria­li­en wie Aktiv­koh­le, Zimt oder Zedern­holz absor­bie­ren Feuch­tig­keit und hemmen Bakterien
Wärmen­des, feuch­tes SchuhklimaAtmungs­ak­ti­ve, wasch­ba­re Sohlen sorgen für besse­ren Luftaustausch
Fehlen­de Feuch­tig­keits­auf­nah­me im SchuhMehrkam­mer- oder Baumwoll­soh­len speichern Schweiß und sorgen für Trockenheit
Unzurei­chen­de Desin­fek­ti­on der SchuheRegel­mä­ßi­ger Sohlen­wech­sel & Schuh­pfle­ge vermei­den die Rückkehr von Geruch

Wichtig

Spezi­el­le Schuh­ein­la­gen gegen Fußschweiß bekämp­fen in der Regel die Sympto­me (Feuch­te und Geruch), nicht aber unbedingt die Schweiß­pro­duk­ti­on selbst. Die Füße schwit­zen also grund­sätz­lich weiter – aller­dings wird der entste­hen­de Schweiß sofort aufge­saugt und Geruch durch antibak­te­ri­el­le Wirkung neutralisiert.

Im Ergeb­nis bleiben die Füße und Schuhe trocken und geruchs­frei, obwohl die Schweiß­drü­sen an den Füßen aktiv sind. In sehr schwe­ren Fällen von Hyper­hi­dro­se der Füße kann es sinnvoll sein, zusätz­lich direkt die Schweiß­bil­dung zu reduzie­ren (z. B. durch Fuß-Antitran­spi­ran­te oder medizi­ni­sche Behand­lun­gen – dazu später mehr). Für die meisten Betrof­fe­nen jedoch bieten antitran­spi­ra­ti­ve Einle­ge­soh­len bereits eine große Erleich­te­rung im Alltag.

Arten von Anti-Schweiß-Einle­ge­soh­len im Überblick

Es gibt verschie­de­ne Arten von Einle­ge­soh­len gegen Schweiß­fü­ße, die sich vor allem im Materi­al und in der Wirkungs­wei­se unterscheiden.

Im Folgen­den stellen wir die gängigs­ten Typen vor und beleuch­ten ihre jewei­li­gen Vor- und Nachtei­le.

Sohlen‑TypEigen­schaf­tenAnwen­dungs­tipps
Aktiv­koh­le-SohlenPorös, absor­bie­ren SchweißgeruchRegel­mä­ßig wasch­bar, in geschlos­se­nen Schuhen
Zimt‑Imprägnierte SohlenAntibak­te­ri­ell, angeneh­mer DuftGut für Alltags­schu­he, regel­mä­ßig austauschen
Zedernholz‑SohlenFungi­zid, natür­lich geruchshemmendIn weichen Schuhen, holzi­ge Frische nutzen
Leder‑EinlegesohlenAtmungs­ak­tiv, langlebigIdeale Pflege vorab, sanftes Geruchspolster

Zedern­holz-Einle­ge­soh­len

Zedern­holz-Einle­ge­soh­len sind dünne Sohlen aus echtem Zedern­holz­fur­nier, die aufgrund ihrer natür­li­chen Eigen­schaf­ten als Geheim­tipp gegen Schweiß­fü­ße gelten. Das Holz enthält von Natur aus antibak­te­ri­el­le und fungi­zi­de Inhalts­stof­fe (ähnlich wie das Holz sich selbst vor Schäd­lin­gen schützt).

Diese ätheri­schen Öle im Zedern­holz töten geruchs­ver­ur­sa­chen­de Bakte­ri­en ab und können sogar Fußpilz­spo­ren hemmen. Gleich­zei­tig nimmt das Holz überschüs­si­ge Feuch­tig­keit vom Fuß auf und hält die Füße angenehm trocken. Trotz des Materi­als sind Zedern­soh­len überra­schend flexi­bel und dünn – sie passen sich dem Schuh an und fallen kaum auf.

Positi­ver Nebeneffekt

Zedern­holz verbrei­tet im Schuh einen dezent frischen, waldar­ti­gen Duft, der an ein natür­li­ches Schuh-Deo erinnert.

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Vortei­le:

Natür­li­ches Materi­al, sehr dünn und leicht, stark feuch­tig­keits­ab­sor­bie­rend und antibak­te­ri­ell wirksam. Verlän­gert die Schuh-Lebens­dau­er, da weniger Feuch­tig­keit im Schuh bleibt.

Oft werden Zedern-Einle­ge­soh­len als Allround-Lösung empfoh­len, weil sie viele Proble­me auf einmal angehen.

In einem Vergleichs­test wurden z. B. Zedern­holz­soh­len (Marke Zeder­na) zum Testsie­ger gekürt, da sie Schweiß­fü­ße, Fußge­ruch und sogar Fußpilz effek­tiv bekämpfen.

Nachtei­le:

Zedern-Einla­gen nutzen sich mit der Zeit ab – je nach Inten­si­tät der Nutzung müssen sie etwa alle 2–3 Monate ersetzt werden.

Bei sehr starkem Schwit­zen stoßen auch sie an Grenzen, da sie zwar viel Feuch­tig­keit speichern, aber irgend­wann gesät­tigt sind.

Zudem sind sie etwas teurer als einfa­che Aktiv­koh­le­soh­len (dennoch mit ca. 5–10 € pro Paar erschwinglich).

Zimtsoh­len

Zimt-Einle­ge­soh­len (auch Zimtsoh­len genannt) bestehen meist aus mehre­ren Lagen Baumwoll­stoff, zwischen denen gemah­le­ner Zimt oder Zimtpul­ver einge­ar­bei­tet ist. Zimt hat bemer­kens­wer­te Eigen­schaf­ten gegen Schweiß und Geruch: Die enthal­te­nen ätheri­schen Zimtöle wirken antibak­te­ri­ell und verbrei­ten einen angeneh­men, würzi­gen Duft.

Dadurch bekämp­fen Zimtsoh­len Fußge­ruch doppelt – sie hemmen die geruchs­bil­den­den Bakte­ri­en und überde­cken zusätz­lich leich­te Gerüche mit ihrem eigenen Aroma. Die Stoff­schich­ten der Sohle nehmen Schweiß auf, während der Zimt gleich­zei­tig als natür­li­cher Deo-Wirkstoff dient.

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Vortei­le:

Natür­li­che Inhalts­stof­fe, die oft gut verträg­lich sind. Zimtsoh­len sind relativ dünn und flexi­bel, passen also in die meisten Schuhe.

Sie sorgen für ein angeneh­mes Fußkli­ma und oft für trocke­ne, wohlrie­chen­de Füße – viele Anwen­der schwö­ren darauf, insbe­son­de­re im Sommer in offenen Schuhen (wo Zimtsoh­len kaum auffallen).

Zudem sind Zimtsoh­len in der Regel günstig zu erwerben.

Nachtei­le:

Nicht jeder mag den inten­si­ven Zimtge­ruch im Schuh – das ist Geschmacks­sa­che. Zudem kann es bei empfind­li­chen Perso­nen zu Hautrei­zun­gen kommen, wenn viel Zimtpul­ver durch den Stoff dringt (aller­dings selten).

Die Wirkung lässt nach einigen Wochen nach, da sich der Zimtver­brauch abnutzt; man muss die Sohlen dann austau­schen oder regene­rie­ren (einige Herstel­ler bieten Zimt-Nachfüll­packs an).

Bei extrem starkem Schwit­zen stoßen auch Zimtsoh­len an Grenzen, da sie nur begrenzt Flüssig­keit aufneh­men können.

Aktiv­koh­le-Sohlen

Aktiv­koh­le­ein­la­gen gehören zu den Klassi­kern unter den Schuh­ein­la­gen gegen Fußge­ruch. Sie bestehen häufig aus einer Schicht Latex­schaum, in den Aktiv­koh­le (Aktiv­koh­le­staub oder ‑granu­lat) einge­bet­tet ist, oft kombi­niert mit einer texti­len Deckschicht.

Aktiv­koh­le ist porös und hat eine enorme innere Oberflä­che, die Geruchs­stof­fe und Feuch­tig­keit aufnimmt und bindet. Praktisch saugt die Sohle beim Tragen den Fußschweiß auf; im Aktiv­koh­le-Kern werden die Schweiß­par­ti­kel einge­schlos­sen und die Geruchs­mo­le­kü­le an der Kohle fixiert. Dadurch stoppen Aktiv­koh­le­soh­len den Fußge­ruch sehr effektiv.

Viele solcher Sohlen sind wasch­bar oder zumin­dest auslüft­bar, sodass man sie mehrfach verwen­den kann – idealer­wei­se entnimmt man sie nach dem Tragen zum Trocknen.

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Vortei­le:

Günstig und nahezu überall erhält­lich (Droge­rie, Schuh­ge­schäf­te). Einfach zuschneid­bar und in verschie­de­nen Größen verfüg­bar. Aktiv­koh­le­soh­len bieten meist auch etwas Dämpfung durch den Latex, was den Trage­kom­fort erhöhen kann.

Sie funktio­nie­ren gut, um mäßigen Fußschweiß und Geruch im Zaum zu halten, und lassen sich gelegent­lich sogar bei niedri­gen Tempe­ra­tu­ren waschen (oder zumin­dest per Hand reinigen).

Nachtei­le: Die Dicke – diese Sohlen sind durch den Latex­schaum oft einige Milli­me­ter stark, was in engan­lie­gen­den Schuhen proble­ma­tisch sein kann. Aller­dings gibt es auch ultra­dün­ne Varian­ten. Die Wirkungs­dau­er ist begrenzt: Je nach Schwitz­grad müssen diese Frische­soh­len mit Aktiv­koh­le teils schon nach 1–2 Wochen getauscht werden, da die Aktiv­koh­le irgend­wann vollge­so­gen ist. Zudem können sie bei sehr starkem Schwit­zen durch­wei­chen, was dann ein unange­neh­mes Gefühl im Schuh erzeugt.

Leder­ein­la­gen

Leder-Einle­ge­soh­len sind klassi­sche Schuh­ein­la­gen aus pflanz­lich gegerb­tem Leder, oft kombi­niert mit einem leich­ten Polster (Schaum oder Kork) auf der Unter­sei­te. Leder kann viel Feuch­tig­keit aufneh­men und langsam wieder abgeben – es wirkt also als natür­li­cher Feuch­tig­keits­re­gu­la­tor im Schuh.

Eine Leder­ein­la­ge nimmt den Fußschweiß auf und lässt ihn nach und nach verduns­ten, statt ihn im Schuh zu stauen. Außer­dem ist Leder atmungs­ak­tiv, was bedeu­tet, dass es die Luftzir­ku­la­ti­on am Fuß begüns­tigt. Dadurch bleiben Füße in Leder­soh­len länger trocken und Leder­ein­la­gen begin­nen selbst nicht so schnell zu riechen.

Viele Leder­soh­len haben zusätz­lich eine dünne Aktiv­koh­le­schicht auf der Unter­sei­te, um Gerüche zu filtern, oder sind perfo­riert, um die Belüf­tung zu erhöhen.

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Vortei­le:

Hochwer­ti­ges, langle­bi­ges Materi­al. Leder passt sich mit der Zeit der Fußform an und bietet ein angeneh­mes Trage­ge­fühl – ideal auch barfuß im Schuh (kein Kunststoffgefühl).

Die Feuch­tig­keits­auf­nah­me ist deutlich besser als bei synthe­ti­schen Einle­ge­soh­len, was das Fußkli­ma verbessert.

Leder­ein­la­gen gegen Schweiß­fü­ße sind insbe­son­de­re für Alltags­schu­he und Business-Schuhe beliebt, da sie unauf­fäl­lig sind und auch ortho­pä­di­sche Funktio­nen (Fußbet­tung) haben können.

Nachtei­le:

Leder muss nach dem Tragen gut ausge­lüf­tet werden, da es sonst langfris­tig doch Geruch entwi­ckeln kann. Es trock­net langsa­mer als z. B. Zedern­holz. Preis­lich liegen Leder­soh­len oft im mittle­ren Segment – teurer als Wegwerf­fri­sche­soh­len, aber günsti­ger als High-Tech-Einlagen.

Reini­ge Leder-Einla­gen nur vorsich­tig (mit Hand und milder Seife), da sie sonst beschä­digt werden könnten. Veganer müssen auf Alter­na­ti­ven auswei­chen, da echtes Leder tieri­schen Ursprungs ist.

Bild #2: Passen­de Einla­ge für einen Schuh

Weite­re spezi­el­le Materia­li­en: Kupfer, Hanf & Co.

Neben den klassi­schen Einle­ge­soh­len mit Aktiv­koh­le, Zedern­holz, Zimt oder Leder gibt es auch innova­ti­ve Schuh­ein­la­gen aus ungewöhn­li­chen Materialien:

  • Kupfer-Einle­ge­soh­len: Hier ist meist dünnes Kupfer­ge­we­be oder eine Kupfer­schicht in die Sohle integriert. Kupfer wirkt antibak­te­ri­ell, da Kupfer­io­nen Bakte­ri­en abtöten können. Dadurch sollen Kupfer-Einla­gen Fußge­ruch reduzie­ren. Herstel­ler werben teils auch damit, dass Kupfer die Durch­blu­tung fördert und Fußbren­nen lindert. Solche Sohlen sind oft sehr dünn und mit Leder kombi­niert (Leder­ober­sei­te, Kupfer­schicht darun­ter). Tatsäch­lich lässt Kupfer die Füße „atmen“ und reduziert unange­neh­me Gerüche laut Produkt­be­schrei­bun­gen. Wissen­schaft­lich eindeu­tig bewie­sen ist die Zusatz­wir­kung nicht, aber manche Anwen­der berich­ten von positi­ven Effekten.
  • Hanf-Einle­ge­soh­len: Aus Hanf-Fasern herge­stell­te Sohlen sind relativ neu. Hanf ist ein natür­li­ches, atmungs­ak­ti­ves Materi­al, das Feuch­tig­keit gut aufneh­men kann und von Natur aus antibak­te­ri­ell wirkt. Hanfsoh­len fühlen sich oft weich an (ähnlich Leinen­stoff) und sollen die Füße trocken halten sowie Geruchs­bil­dung hemmen. Ein Vorteil ist, dass Hanf schnell trock­net und sehr leicht ist. Diese Sohlen sind oft wasch­bar und umwelt­freund­lich (biolo­gisch abbaubar).
  • Sisal- und Bambus­fa­sern: Einige Einle­ge­soh­len verwen­den Natur­fa­sern wie Sisal (Agaven­fa­ser) oder Bambus. Sisal ist robust und saugfä­hig, Bambus­fa­sern haben antibak­te­ri­el­le Eigen­schaf­ten. Kombi­niert mit einer Geruchs­bin­dungs­schicht können Sisal-Einla­gen Fußschweiß, Fußge­ruch und Bakte­ri­en dauer­haft verhin­dern. Bambus wieder­um wird in einigen „Anti-Geruch“-Sohlen als Visko­se­fa­ser verar­bei­tet, die Feuch­tig­keit vom Fuß wegleitet.
  • Mit Silber­io­nen behan­del­tes Materi­al: Hierbei handelt es sich oft um Textil- oder Schaum­soh­len, die mit Silber­sal­zen imprä­gniert wurden. Silber wirkt stark antibak­te­ri­ell – in den Einla­gen werden dadurch Keime abgetö­tet, und der Fußge­ruch bleibt aus. Vorteil: Die Funkti­on hält meist über viele Wochen, aller­dings lässt sie bei häufi­gem Waschen nach. Solche Einla­gen sind z. B. in Sport- oder Arbeits­schu­hen beliebt.

Hinweis: Diese spezi­el­len Varian­ten sind manch­mal weniger verbrei­tet als die klassi­schen, können aber eine Alter­na­ti­ve sein, wenn man auf bestimm­te Materia­li­en Wert legt oder aller­gi­sche Reaktio­nen vermei­den möchte. Letzt­lich zielen alle darauf ab, Schweiß­fü­ße zu reduzie­ren, sei es durch absor­bie­ren­de Natur­stof­fe oder durch antimi­kro­biel­le Metal­le. Wer neugie­rig ist, kann solche „High-Tech” oder Natur­fa­ser­soh­len auspro­bie­ren – oft hilft es, eigene Erfah­run­gen zu sammeln, welche am besten wirken.

Tipps für Auswahl und Anwendung

Die richti­ge Einle­ge­soh­le wählen: Bei der Vielzahl an Produk­ten lohnt es sich, die passen­de Sohle für die eigenen Bedürf­nis­se auszu­wäh­len. Orien­tie­ren Sie sich zunächst am Schwitz­grad: Bei leich­tem Fußschweiß reichen dünne Aktiv­koh­le- oder Leder­soh­len meist aus, um den Alltag geruchs­frei zu gestalten.

Bei starkem Schwit­zen sind hinge­gen spezia­li­sier­te Lösun­gen wie Zedern­holz­soh­len oder hochab­sor­bie­ren­de Frische­soh­len sinnvoll. Achten Sie auch auf die Dicke der Sohle: Wenn Ihre Schuhe wenig Platz bieten oder eng sitzen, greifen Sie zu hauch­dün­nen Einle­ge­soh­len (viele Herstel­ler bieten ultra­dün­ne Model­le an).

Solche Sohlen tragen kaum auf, sind aber dennoch saugfä­hig – ideal etwa für Business-Schuhe oder Balle­ri­nas. Ein Beispiel sind die FUSSWOHL Frische­soh­len aus der Droge­rie, die ultra­dünn und atmungs­ak­tiv sind.

Sie enthal­ten Mikro­duft­kap­seln für Frische und passen auch in enge Schuhe. Generell gilt: Die Sohle sollte flach im Schuh liegen und nicht drücken; ggf. kann man zuschneid­ba­re Einla­gen exakt auf die Schuh­grö­ße zuschnei­den (immer an der Origi­nal-Einle­ge­soh­le des Schuhs orientieren).

Worauf beim Kauf achten

Prüfen Sie die Angaben des Herstel­lers. Begrif­fe wie „aktiv­koh­le­be­schich­tet“, „antibak­te­ri­ell imprä­gniert“ oder „mit Zedern­holz“ weisen auf die Anti-Schweiß-Funkti­on hin. Schau­en Sie nach, ob die Sohle wasch­bar ist oder wie oft sie ersetzt werden sollte.

Manche Produk­te sind als Wegwerf-Einle­ge­soh­len konzi­piert, die nach einigen Tagen entsorgt werden (z. B. stark parfü­mier­te Frische-Einla­gen, die nur 7 Tage wirken), andere sind für länge­re Nutzung gedacht.

Lesen Sie auch Kunden­be­wer­tun­gen oder Tests, um ein Gefühl für die Wirksam­keit zu bekom­men. Mitun­ter lohnt es sich, verschie­de­ne Materia­li­en auszu­pro­bie­ren, da jeder Fuß anders ist – was bei einem Menschen wunder wirkt, zeigt bei einem anderen vielleicht weniger Effekt.

Richti­ge Anwendung

Bevor Sie neue Einle­ge­soh­len gegen Schweiß­fü­ße in Ihre Schuhe legen, sollten die Schuhe gründ­lich gerei­nigt und die alten Einla­gen entfernt werden. Nur in einem saube­ren Schuh können die frischen Sohlen ihre volle Wirkung entfalten.

Falls möglich, desin­fi­zie­ren Sie das Schuh­in­ne­re (oder waschen Sie wasch­ba­re Schuhe), um vorhan­de­ne Bakte­ri­en abzutö­ten, bevor die neuen Einla­gen zum Einsatz kommen.

Legen Sie die Anti-Schweiß-Einle­ge­soh­len dann so ein, dass sie flach und ohne Wellen im Schuh liegen – schnei­den Sie Überstän­de ab, aber keines­falls zu viel, damit keine Lücke zum Schuh­r­and bleibt (dort könnte sonst der Fuß neben die Sohle geraten und reiben).

Pflege der Einlagen

Auch die beste Einle­ge­soh­le wirkt nur, wenn sie regel­mä­ßig gepflegt wird. Nehmen Sie die Sohlen nach dem Tragen möglichst aus dem Schuh und lassen Sie sie an der Luft trock­nen. Gerade bei Aktiv­koh­le- und Leder­soh­len ist das wichtig, damit die aufge­nom­me­ne Feuch­tig­keit entwei­chen kann.

Viele Einla­gen (Textil, Aktiv­koh­le, einige Schaum­soh­len) lassen sich bei Bedarf von Hand mit milder Seife waschen – beach­ten Sie hierzu die Herstel­ler­an­ga­ben. Zedern­holz­soh­len und Zimtsoh­len sollten nicht gewaschen, sondern nur gelüf­tet werden; klopfen Sie sie höchs­tens vorsich­tig aus, um losen Schmutz zu entfer­nen. Leder­ein­la­gen können mit einem feuch­ten Tuch abgewischt werden, aber vermei­den Sie ein Durchnässen.

Tauschen Sie die Einle­ge­soh­len in angemes­se­nen Inter­val­len aus: Spätes­tens wenn eine Sohle durch­ge­hend feucht bleibt, anhal­tend riecht oder sich materi­ell zersetzt, gehört sie ersetzt. Gönnen Sie Ihren Füßen auch mal eine Pause – laufen Sie daheim barfuß oder in atmungs­ak­ti­ven Hausschu­hen, so können Schuhe und Einla­gen zwischen­durch komplett trocknen.

Ergän­zen­de Maßnahmen

Einle­ge­soh­len wirken am besten im Zusam­men­spiel mit guter Fuß- und Schuh­hy­gie­ne. Tragen Sie atmungs­ak­ti­ve Socken gegen Schweiss­fü­ße (Baumwol­le, Wolle oder spezi­el­le Funkti­ons­fa­sern, keine reinen Kunst­fas­tern) und wechseln Sie diese täglich.

Waschen Sie Ihre Füße täglich mit milder Seife und trock­nen Sie sie gründ­lich ab, beson­ders zwischen den Zehen.

Wechseln Sie Ihre Schuhe von Tag zu Tag, damit jedes Paar ausrei­chend auslüf­ten kann. Sie können außer­dem Geruchs­ent­fer­ner für Schuhe nutzen (wie Schuh-Deos oder Aktiv­koh­le-Beutel), um das Klima im Schuh zu verbessern.

Denken Sie daran: Selbst die wirksams­te Einle­ge­soh­le tut sich schwer, wenn Schuhe triefend nass und von Bakte­ri­en durch­setzt sind – halten Sie also das gesam­te Umfeld sauber und trocken.

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Einle­ge­soh­len gegen Schweiß­fü­ße im Test: Welche sind die besten?

Angesichts der vielen Produk­te stellt sich die Frage nach der besten Einle­ge­soh­le gegen Schweiß­fü­ße. Pauschal lässt sich das nicht für jeden gleich beant­wor­ten – je nach indivi­du­el­lem Bedürf­nis kann die optima­le Lösung variieren.

Aller­dings gibt es einige Favori­ten, die in Verglei­chen und Erfah­rungs­be­rich­ten immer wieder genannt werden.

Ganz vorn mit dabei sind meistens Zedern­holz-Einle­ge­soh­len. In einem unabhän­gi­gen Vergleich haben z. B. Zedern­soh­len der Marke Zeder­na den Testsieg errungen.

Die Tester hoben hervor, dass diese dünnen Holzsoh­len sehr umfang­rei­che Funktio­nen erfül­len und dadurch u. a. gegen Schweiß­fü­ße, Fußge­ruch und selbst gegen Fußpilz helfen.

Die Kombi­na­ti­on aus hoher Feuch­tig­keits­auf­nah­me, antibak­te­ri­el­ler und antimy­ko­ti­scher Wirkung sowie natür­li­cher Frische im Schuh vereint so kein anderer Sohlentyp.

Allround-Lösung

Wer eine Allround-Lösung sucht, ist mit Zedern­holz-Einla­gen oft am besten bedient.

Auch Aktiv­koh­le-Sohlen und Zimtsoh­len gelten als bewähr­te Lösun­gen, insbe­son­de­re um Fußge­ruch zu verhin­dern. Durch Aktiv­koh­le, Zimt, Sisal­fa­sern oder Silber­io­nen können Fußschweiß, Geruch und Bakte­ri­en dauer­haft reduziert werden.

In vielen Fällen reicht eine einfa­che Aktiv­koh­le­ein­la­ge aus, um typische Schweiß­fü­ße in den Griff zu bekom­men – vor allem, wenn es primär um Geruchs­bin­dung geht. Zimtsoh­len werden eher von Nutzern geschätzt, die auf natür­li­che Düfte setzen und modera­te Feuch­tig­keit absor­bie­ren müssen.

Den „Königs­weg“ gibt es jedoch nicht: Die beste Einle­ge­soh­le ist letzt­lich die, die für Sie persön­lich am wirksams­ten ist. Manche schwö­ren auf das angeneh­me Gefühl von Leder und möchten nicht zu chemisch behan­del­ten Sohlen greifen – für sie sind klassi­sche Leder­ein­la­gen die beste Wahl. Andere wieder­um benöti­gen maxima­le Saugkraft und wechseln lieber jede Woche günsti­ge Frische­soh­len aus, statt eine teure­re Sohle länger zu nutzen.

Wenn möglich, probie­ren Sie verschie­de­ne Arten aus: Beispiels­wei­se könnten Sie im Sommer Zedern­holz­soh­len verwen­den (wegen der dünnen, barfuß­taug­li­chen Beschaf­fen­heit) und im Winter vielleicht warme Wollsoh­len mit Aktiv­koh­le. Oder Sie kombi­nie­ren Einle­ge­soh­len mit anderen Maßnah­men (z. B. Fußpu­der oder Antitran­spi­rant), um das Optimum zu erzielen.

Ein Tipp ist, auf Quali­tät zu achten: Allzu billi­ge Einla­gen vom Wühltisch bringen oft wenig, da sie kaum Aktiv­stof­fe enthalten.

Eine ‚beste‘ Sohle gegen Schweiß­füße gibt es nicht pauschal – wer es auspro­bie­ren möchte, startet am besten mit Zedern­holz­ein­la­gen: Sie sind dünn, saugfä­hig, antibak­te­ri­ell – und preis­lich meist unproblematisch.

Sanya Miller

ang. Podolo­gin, Podolo­gie Ostalb

Ein paar Euro mehr für eine gut bewer­te­te Sohle lohnen sich meist. Sollte trotz allem ein Produkt nicht den gewünsch­ten Erfolg bringen, geben Sie nicht auf – manch­mal liegt es einfach am Materi­al, das indivi­du­ell unter­schied­lich wirkt.

Insge­samt kann man aber sagen, dass die heute verfüg­ba­ren Einle­ge­soh­len gegen Schweiß­fü­ße deutlich effek­ti­ver sind als früher und die meisten Anwen­der mit etwas Experi­men­tie­ren ihren persön­li­chen Favori­ten finden, der den Fußschweiß zuver­läs­sig eindämmt.

Fazit

Schweiß­fü­ße müssen kein unabwend­ba­res Schick­sal sein – mit den richti­gen Einle­ge­soh­len lässt sich das Problem spürbar lindern. Ob natür­li­che Zedern­holz­soh­len, duften­de Zimtsoh­len oder Aktiv­koh­le-Klassi­ker – die verschie­de­nen Lösun­gen bieten für jeden Anspruch etwas.

Wichtig ist, auf Quali­tät und regel­mä­ßi­ge Pflege zu achten: Eine durch­näss­te, alte Einle­ge­soh­le hilft nicht, hier heißt es recht­zei­tig wechseln und frische Sohlen einle­gen. In Kombi­na­ti­on mit guter Fußhy­gie­ne (tägli­ches Waschen, saube­re Socken) und dem Auslüf­ten der Schuhe kann man so effek­tiv gegen Schweiß­fü­ße und Fußge­ruch vorgehen.

Denken Sie daran, dass Einla­gen gegen Schweiß­fü­ße vor allem die Sympto­me bekämp­fen. Wer unter außer­ge­wöhn­lich starkem Fußschwit­zen leidet und mit Einle­ge­soh­len allein nicht ans Ziel kommt, sollte weite­re Schrit­te erwägen. Spezi­el­le Fuß-Antitran­spi­rant-Gele können die Schweiß­bil­dung direkt an den Füßen reduzieren.

Auch der Gang zum Facharzt oder Podolo­gen kann helfen – gegen übermä­ßi­ges Schwit­zen gibt es moder­ne Behand­lungs­me­tho­den, die ein Arzt mit Ihnen bespre­chen kann (z. B. Leitungs­was­ser-Ionto­pho­re­se, Botox-Injek­tio­nen oder Medikamente).

In der Praxis zeigt sich immer wieder: Eine Kombi­na­ti­on aus atmungs­ak­ti­ven Einle­ge­soh­len und zusätz­li­cher Fußpfle­ge – etwa Fußde­os oder Antitran­spi­ran­tien – bringt den größten Effekt gegen Schwitz‑ und Geruchsprobleme.

Sanya Miller

ang. Podolo­gin, Podolo­gie Ostalb

In den meisten Fällen jedoch reicht eine gute Einle­ge­soh­le völlig aus, um „Schweiß­fü­ße ade!“ zu sagen. Probie­ren Sie die verschie­de­nen Optio­nen aus – Ihre Füße und Ihre Mitmen­schen werden es Ihnen danken, wenn es künftig trocken und frisch aus Ihren Schuhen kommt.

Häufig gestell­te Fragen (FAQ)

Helfen auch norma­le Einle­ge­soh­len gegen Schweißfüße?

Norma­le Schuh­ein­la­gen, die nicht spezi­ell für Schweiß­fü­ße konzi­piert sind, bieten meist keine ausrei­chen­de Wirkung gegen Fußnäs­se und Geruch.

Einfa­che Polster- oder Gel-Einla­gen nehmen Feuch­tig­keit oft nur gering­fü­gig auf. Mitun­ter können sie das Schwit­zen sogar begüns­ti­gen, weil sie weniger atmungs­ak­tiv sind (vor allem Gel- oder Silikon­ein­la­gen neigen dazu, Wärme zu stauen).

Eine Ausnah­me sind hochwer­ti­ge Leder­ein­la­gen: Diese können etwas gegen Schweiß­fü­ße helfen, da Leder Feuch­tig­keit aufnimmt und atmet. Aller­dings fehlt ihnen meist eine geziel­te Geruchs­bin­der-Schicht, wie sie spezi­el­le Anti-Schweiß-Einle­ge­soh­len aufwei­sen (z. B. Aktiv­koh­le­fil­ter oder antibak­te­ri­el­le Imprägnierung).

Wer stark schwitzt, sollte daher gezielt zu Einle­ge­soh­len greifen, die ausdrück­lich gegen Schweiß­fü­ße entwi­ckelt wurden. Diese enthal­ten Materia­li­en, die Schweiß besser absor­bie­ren und Geruch neutra­li­sie­ren, und bringen so einen deutlich größe­ren Effekt.

Was ist die beste Einle­ge­soh­le gegen Schweißfüße?

Die „beste“ Einle­ge­soh­le hängt immer von den indivi­du­el­len Bedürf­nis­sen ab – einen allge­mei­nen Testsie­ger für alle gibt es kaum. Viele Fußex­per­ten und Nutzer empfeh­len jedoch Zedern­holz-Einle­ge­soh­len als äußerst wirksa­me Allroun­der. Sie nehmen viel Schweiß auf, wirken antibak­te­ri­ell und sind sehr dünn, sodass sie praktisch in jedem Schuh funktionieren.

Direkt dahin­ter werden oft Aktiv­koh­le-Sohlen genannt, da sie zuver­läs­sig Gerüche filtern und günstig sind. Auch Zimtsoh­len gelten als sehr effek­tiv im Kampf gegen Fußge­ruch und werden gerne verwen­det, wenn man eine natür­li­che Duftkom­po­nen­te schätzt.

Wichtig ist, dass die Sohle gut passt und regel­mä­ßig gewech­selt wird. Letzt­lich kann es sinnvoll sein, verschie­de­ne Produk­te auszu­pro­bie­ren. Viele Anwen­der finden durch Testen heraus, welche Einle­ge­soh­le bei ihren Füßen am besten hilft – sei es wegen der Schweiß­men­ge, des Trage­ge­fühls oder der Schuhart.

Im Zweifel bieten Zedern­holz oder Aktiv­koh­le einen guten Start­punkt, da diese Materia­li­en in Vergleichs­tests und Erfah­rungs­be­rich­ten meist am besten abschnitten.

Wie oft sollte man Einle­ge­soh­len gegen Schweiß­fü­ße wechseln?

Das Wechsel­in­ter­vall hängt stark vom Typ der Einle­ge­soh­le und der Schweiß­be­las­tung ab. Einweg-Frische­soh­len (z. B. aus der Droge­rie mit Duft) sind oft nur für kurze Zeit ausge­legt – manch­mal nur für einige Tage bis maximal zwei Wochen aktiver Nutzung, bevor sie gesät­tigt sind.

Hochwer­ti­ge­re Aktiv­koh­le- oder Zimtsoh­len können ein paar Wochen halten, müssen aber meist nach 1–2 Monaten getauscht werden, da ihre Poren bzw. Wirkstof­fe dann erschöpft sind. Zedern­holz-Einla­gen halten relativ lange für Natur­pro­duk­te: In der Regel kann man ein Paar etwa 3 Monate verwen­den, bevor es erneu­ert werden sollte.

Leder-Einle­ge­soh­len kann man ebenfalls mehre­re Monate nutzen, solan­ge man sie regel­mä­ßig lüftet – hier entschei­det eher der Zustand (wenn das Leder brüchig oder stark verfärbt ist, sollte gewech­selt werden). Ein guter Richt­wert: Fühlen Sie in die Sohle hinein – wenn sie trotz Lüften ständig feucht bleibt oder bereits unange­nehm riecht, ist es Zeit für eine neue.

Ebenso, wenn sich das Materi­al verformt hat oder die Polster­wir­kung nachlässt. Wer stark schwitzt, sollte lieber früher wechseln (und ggf. mehre­re Paare im Wechsel verwen­den), während bei mildem Schwit­zen die Inter­val­le länger sein können. Bei wasch­ba­ren Sohlen verlän­gert eine Wäsche die Nutzungs­dau­er, aber auch hier gilt: Irgend­wann sind die Materi­al­re­ser­ven aufge­braucht. Planen Sie also pro Jahr mehre­re Wechsel ein, um stets die optima­le Wirkung zu erhalten.

Wo kann man Einle­ge­soh­len gegen Schweiß­fü­ße kaufen?

Einle­ge­soh­len gegen Schweiß­fü­ße sind relativ leicht erhält­lich. In Droge­rie­märk­ten wie Rossmann oder dm findet man in der Fußpfle­ge- oder Schuh­zu­be­hör-Abtei­lung verschie­de­ne Optio­nen. Häufig führen Droge­rien eigene Hausmar­ken, z. B. die genann­ten FUSSWOHL Frische­soh­len von Rossmann, die ultra­dünn sind und mit Duftkap­seln antibak­te­ri­el­le Frische spenden.

Diese eignen sich gut für einen ersten Versuch und kosten nicht viel. Auch Apothe­ken bieten oftmals Spezi­al-Einla­gen an (z. B. Zimtsoh­len oder Anti-Schweiß-Einla­gen mit Silber). In Schuh­ge­schäf­ten und Sport­ar­ti­kel-Läden gibt es ebenfalls Einle­ge­soh­len – dort vor allem Aktiv­koh­le-Sohlen, Gel-Einla­gen und manch­mal Zedernholzsohlen.

Eine sehr große Auswahl findet man natür­lich online: Auf Markt­plät­zen wie Amazon oder in spezia­li­sier­ten Online-Shops (z. B. Einla­gen-Shop) bekommt man alle Typen, von Kupfer-Einla­gen bis Zedern­soh­len. Hier kann man auch Kunden­re­zen­sio­nen verglei­chen. Beim Kauf ist wichtig, auf die Größe zu achten – viele Sohlen kommen in Größen­be­rei­chen (S, M, L) und müssen zugeschnit­ten werden.

Bestel­len Sie im Zweifel eher eine größe­re Varian­te, die Sie zurecht­schnei­den können. Und achten Sie auf authen­ti­sche Produkt­be­schrei­bun­gen: Begrif­fe wie „gegen schwit­zen­de Füße“ oder „antibak­te­ri­el­le Wirkung“ deuten darauf hin, dass die Sohle für Schweiß­pro­ble­me gedacht ist.

Was tun, wenn Einle­ge­soh­len nicht ausreichen?

In manchen Fällen reichen selbst gute Einle­ge­soh­len nicht aus, um Schweiß­fü­ße vollstän­dig in den Griff zu bekom­men – etwa bei extre­mer Schweiß­nei­gung oder bestimm­ten medizi­ni­schen Zustän­den. Nicht verzwei­feln: Es gibt weite­re Maßnah­men, die helfen können.

Ein bewähr­ter Ansatz sind Fuß-Antitran­spi­ran­te (Anti-Schweiß-Mittel zum Auftra­gen auf die Füße). Diese enthal­ten meist Alumi­ni­um­chlo­rid und verrin­gern die Schweiß­pro­duk­ti­on direkt an den Schweiß­drü­sen der Füße. Produk­te wie spezi­el­le Fuß-Deo-Sprays oder Gele (z. B. Sweat-Off Fußgel) können bei richti­ger Anwen­dung für dauer­haft trocke­ne Füße sorgen – oft genügt 1–2 Mal pro Woche Auftra­gen, um das Schwit­zen deutlich zu reduzieren.

Ergän­zend helfen Fußpu­der (etwa mit Talkum oder Zinkoxid), die man in Socken oder Schuhe streut, um Feuch­tig­keit zu binden und Reibung zu mindern.

Wichtig ist auch, mögli­che Ursachen abzuklä­ren: Übermä­ßi­ges Schwit­zen kann manch­mal durch Stress, Hormo­ne oder Krank­hei­ten verstärkt werden.

In hartnä­cki­gen Fällen sollte man nicht zögern, einen Arzt oder Podolo­gen (medizi­ni­schen Fußpfle­ger) um Rat zu fragen. Heutzu­ta­ge nehmen Schweiß­spe­zia­lis­ten das Problem ernst und haben verschie­de­ne Thera­pie­kon­zep­te parat.

Dazu zählen etwa die Leitungs­was­ser-Ionto­pho­re­se (eine Behand­lung mit schwa­chem elektri­schem Strom im Wasser­bad, die die Schweiß­drü­sen beruhigt), Botox-Injek­tio­nen in die Fußsoh­len (die die Schweiß­drü­sen zeitwei­se „lahmle­gen“) oder – sehr selten – opera­ti­ve Eingrif­fe. Solche Schrit­te sind aller­dings nur bei extre­mem Schwit­zen nötig.

Für die meisten Betrof­fe­nen gilt: Mit der richti­gen Kombi­na­ti­on aus Einle­ge­soh­len, Fußhy­gie­ne und ggf. etwas Antitran­spi­rant lässt sich das Problem Schweiß­fü­ße so weit reduzie­ren, dass man im Alltag keine Einschrän­kun­gen mehr spürt. 

Wenn also eine Maßnah­me allein nicht reicht, scheu­en Sie sich nicht, weite­re Helfer hinzu­zu­neh­men – das Ziel sind trocke­ne, gesun­de Füße, und der Weg dorthin ist indivi­du­ell verschie­den. Viel Erfolg dabei!

Über den Autor

Sanya Miller

Sanya Miller ist angehende Podologin und leitet seit Anfang des Jahres die Redaktion. Sie überarbeitet laufend die Beiträge. Alle Inhalte werden von einer staatl. gepr. Podologin der Podologie Ostalb überprüft.

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