Autor: Redaktion
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Dornwar­zen werden auch Plant­ar­war­zen genannt und sind insbe­son­de­re bei Kindern weit verbreitet.

Warum das so ist, lässt sich einfach beant­wor­ten — bei Kindern ist das Immun­sys­tem noch nicht so stark ausge­prägt wie bei Erwachsenen.

Aus diesem Grund sind sie anfäl­li­ger für verschie­de­ne Arten von Warzen als Erwachsene.

Dornwar­zen treten bei Kindern meistens am Fuß auf und machen sich durch ein unange­neh­mes Stechen bemerkbar.

Der Name ist also gewis­ser­ma­ßen selbsterklärend.

Beschwert sich ein Kind beim Gehen oder Stehen über ein Stechen, kann es durch­aus sein, dass sich eine Dornwar­ze entwickelt.

Doch wie kommt es überhaupt dazu?

Ursachen und Sympto­me von Dornwar­zen bei Kindern

Verur­sacht werden Dornwar­zen bei Kindern durch das humane Papil­lom­vi­rus (HPV).

Charak­te­ris­ti­ka

Es gibt viele verschie­de­ne Arten von Papil­lom­vi­ren, die von Medizi­nern in unter­schied­li­che Typen einge­teilt werden und zu diver­sen Beschwer­den führen können.

Die Übertra­gung verläuft über Hautkon­takt und macht sich nicht immer sofort bemerkbar.

Hat man sich angesteckt, dauert es häufig einige Zeit, bis eine Verän­de­rung der Haut eintritt.

Manch­mal dauert es Monate bis auffällt, dass ein Kind sich mit Dornwar­zen infiziert hat.

Diese Sympto­me deuten auf Dornwar­zen hin:

  1. Kleine Beulen: Die Warzen sind meist hart, rund und haben eine raue Oberfläche.
  2. Verhär­te­te Haut: Um die Warze herum kann es zur Bildung einer verhär­te­ten Hautschicht kommen.
  3. Schwar­ze Punkte: Im Inneren der Warze sind kleine schwar­ze Punkte sicht­bar, bei denen es sich um winzig kleine Blutge­fä­ße handelt.
  4. Stechen­der Schmerz: Wenn Warzen unter Druck stehen, wie z.B. beim Gehen oder Stehen, verur­sa­chen sie einen charak­te­ris­ti­schen stechen­den Schmerz.

Ein fieses Stechen am Fuß bedeu­tet aber nicht gleich, dass es sich um eine Dornwar­ze handelt!

Hühner­au­gen bei Kindern werden häufig mit Dornwar­zen verwechselt.

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Deshalb heißt es in erster Linie: beobach­ten und abwarten.

Wenn die Beschwer­den aller­dings nicht nachlas­sen oder Hautver­än­de­run­gen sicht­bar werden, ist der Besuch eines Arztes empfehlenswert.

Da es sich bei Dornwar­zen um eine relativ häufi­ge Erkran­kung bei Kindern handelt, ist der Kinder­arzt ein zuver­läs­si­ger Ansprech­part­ner, um die Diagno­se zu stellen.

In der Regel reicht eine visuel­le Identi­fi­ka­ti­on sowie eine Abtas­tung der betrof­fe­nen Hautregion.

Frei verkäuf­li­che Medikamente

Es gibt zahlrei­che frei verkäuf­li­che Medika­men­te gegen verschie­de­ne Arten von Warzen in der Apotheke.

Darun­ter Sprays zur Verei­sung, Hausmit­tel und Globu­li, die gegen Dornwar­zen helfen sollen.

Trotz der freien Verfüg­bar­keit, sollte man vor dem Einsatz unbedingt den Arzt konsul­tie­ren, um sicher­zu­ge­hen, dass sich das jewei­li­ge Mittel tatsäch­lich für die Behand­lung eignet.

Kinder­haut ist auch an den Füßen sehr empfind­lich und selbst der Einsatz von schein­bar harmlo­sen Mitteln, wie z.B. unver­dünn­tem Teebaum­öl kann zu Hautrei­zun­gen oder aller­gi­schen Reaktio­nen führen.

Wie bei allen Heilmit­teln, gibt es auch beim Nutzen von Hausmit­teln bei Dornwar­zen keine Garan­tie, dass eine Genesung eintritt!

Während es durch­aus vorkom­men kann, dass Dornwar­zen bei Kindern inner­halb von einigen Monaten von selbst wegge­hen, ist es absolut sinnvoll einen Termin beim Arzt auszu­ma­chen, um etwaige Unsicher­hei­ten aus dem Weg zu räumen.

Dornwar­ze an der Hand?

Dornwar­zen treten üblicher­wei­se an Fußsoh­len oder Fersen auf.

Ein Befall der Hände ist aber ebenfalls möglich.

In diesem Fall werden die Dornwar­zen als „palmar” bezeich­net, da sie typischer­wei­se die Handflä­chen befallen.

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Dornwar­zen bei Kindern entfer­nen: So funktio­niert die Behandlung

Der Arzt wählt die Behand­lungs­art abhän­gig vom Ort, der Anzahl und dem Grad der Dornwar­zen aus.

Während in leich­ten Fällen Eltern einfach empfoh­len wird abzuwar­ten, erfolgt bei Schmer­zen norma­ler­wei­se eine sofor­ti­ge Behandlung.

Das sind die gängi­gen Metho­den zur Entfer­nung von Dornwar­zen bei Kindern:

  1. Salicyl­säu­re: Durch das Auftra­gen der Säure werden die Warzen abgetra­gen und gesun­de Haut kann nachwachsen.
  2. Verei­sen: Die Warzen werden mit flüssi­gem Stick­stoff einge­fro­ren und fallen nach einer Weile ab.
  3. Abscha­bung: Das betrof­fe­ne Gewebe wird mit einem chirur­gi­schen Instru­ment (Küret­ta­ge) vom Arzt vorsich­tig abgetragen.
  4. Laser­the­ra­pie: Mit Hilfe von Laser­hit­ze wird das Warzen­ge­we­be zerstört.
  5. Opera­ti­on: In beson­ders hartnä­cki­gen Fällen kann eine chirur­gi­sche Entfer­nung der Warze notwen­dig sein.

Auch wenn diese Liste zunächst sehr drastisch erscheint, sollten sich Eltern immer wieder bewusst machen, dass es sich um keine gefähr­li­che Erkran­kung handelt.

Insbe­son­de­re für Kinder- und Hautärz­te ist die Behand­lung von Dornwar­zen bei Kindern absolu­te Routi­ne.

Ihr Arzt wird Sie zu einer schonen­den Entfer­nung der Dornwar­zen beraten und eine passen­de Behand­lungs­stra­te­gie auswählen.

Präven­ti­on und Behand­lung von Dornwar­zen bei Kindern — Unser Fazit

Hühner­au­ge oder Warze?

Insbe­son­de­re bei Kindern lässt sich das gar nicht so einfach sagen.

Deshalb sollte man unbedingt zunächst den Kinder­arzt konsul­tie­ren, bevor man selbst­stän­dig mit einer Behand­lung beginnt.

Keine Panik, falls sich Ihr Kind tatsäch­lich angesteckt hat!

Die Erkran­kung ist zwar lästig, aber ungefähr­lich!

In den meisten Fällen können Dornwar­zen bei Kindern relativ einfach vom Arzt entfernt werden oder verschwin­den sogar von selbst.

Ein Besuch im Schwimm­bad ist während einer Infek­ti­on oder Behand­lung von Dornwar­zen nicht empfeh­lens­wert, da das Risiko einer weite­ren Anste­ckung oder sogar Weiter­ver­brei­tung der Erkran­kung besteht.

Folgen­de Tipps können außer­dem bei der Präven­ti­on von Warzen helfen:

  1. Gute Hygie­ne: Regel­mä­ßi­ges Waschen und sorgfäl­ti­ges Trock­nen der Füße
  2. Füße schüt­zen: Tragen von Badeschu­hen in öffent­li­chen Berei­chen, wie z.B. Schwimmbädern
  3. Haut versor­gen: Kleine Hautver­let­zun­gen sofort reini­gen und abdecken, um das Eindrin­gen von Viren zu vermeiden.
  4. Eigene Handtü­cher: Texti­li­en, die Hautkon­takt haben nicht teilen und regel­mä­ßig bei 60 Grad waschen
  5. Immun­sys­tem stärken: Gesun­de Ernäh­rung und ausrei­chend Schlaf halten die Abwehr­kräf­te fit

Leider kann man sich nicht komplett vor einer Infek­ti­on mit Dornwar­zen schützen.

Insbe­son­de­re Kinder verlet­zen sich häufig beim Spielen und Toben, ohne es zu bemerken.

Da HPV-Viren selbst durch kleins­te Hautver­let­zun­gen eindrin­gen können, besteht deshalb immer die Gefahr einer Anste­ckung.

Recht­zei­tig vom Arzt diagnos­ti­ziert und behan­delt, sind Dornwar­zen aber ganz schnell Geschichte!

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